Unsere Musterschüler ... am Weg nach oben!

Das LAZ Wels hat Freude daran, jedes Jahr aufs Neue jungen talentierten Fußballern Tipps mitzugeben und mit ihnen an der Ausreifung der persönlichen Fähigkeiten zu arbeiten. Aus sportlicher Sicht kristallisieren sich über die Zeit "Musterschüler" heraus, die durch konsequente Arbeit an sich den steilen Weg Richtung Spitzensport gehen können.

 

Unseren "Musterschülern" möchten wir auf dieser Seite Platz widmen, um zu zeigen wie es ihnen heute ergeht, welche Aufgaben vor ihnen stehen bzw. wie sie auf ihre Zeit im LAZ Wels zurückblicken.

 

Mit Sebastian Wimmer kommt diese Woche ein 22-jähriger Spieler mit Bundesligaerfahrung in die Welser Aufstellung. Ältere Berichte zu unseren weiteren Musterschülern erreichst du über einen Klick auf das jeweilige Bild in der „Musterschüler“-Aufstellung.

Musterschüler, Folge 5: Sebastian Wimmer

 

Der junge Mann fiel bereits seinen Lehrern als sehr höflich, wohlerzogen und vor allem zielbewusst auf. Und das setzt er auch jetzt in seiner Fußballkarriere fort. Sebastian Wimmer, von allen stets „Basti“ genannt, kam vom SK Bad Wimsbach  in die Sporthauptschule Lambach, zu diesem Zeitpunkt war er natürlich auch schon diversen Talentesichtern aufgefallen. Im Jahre 2006 wurde er in den Hauptkader des LAZ Wels aufgenommen, den er 2008 Richtung Fußballakademie Linz verließ. Während er die Schule in Lambach mit sehr gutem Erfolg abschließen konnte, wurde nun die Lernbelastung im Gymnasium Honauerstraße zum Problem. Seine Tage begannen meistens schon um 5 Uhr morgens und endeten erst spätnachts wieder in Bad Wimsbach. Es schien ihm unmöglich auf diese Art und Weise seine gesteckten Ziele zu erreichen, daher wechselte er in die Handelsschule, die er auch erfolgreich abschloss.

Sebastian kam als Goalgetter zu uns und ging als Mittelfeldspieler. Schon bald erkannte man seine defensiven Fähigkeiten auf dieser Position und so wurde er in weiterer Folge zum Innenverteidiger oder 6er ausgebildet. Von seinen Goalgetterqualitäten hat er nach wie vor nichts eingebüßt und scheint trotz defensiver Position immer wieder auch in den Torschützenlisten auf. Bereits früh wurden auch die Nachwuchsnationalmannschaftstrainer auf ihn aufmerksam, weshalb er in allen Altersstufen zum  zum Stammspieler avancierte.

 

Basti arbeitete immer sehr zielstrebig auf seine zukünftige Profilaufbahn hin und stellte Freizeitaktivitäten stets in den Hintergrund, er stellt also jenen Typ von LAZ Musterschüler dar, der  jeden Tag als Möglichkeit zur Weiterentwicklung benützt hat.

 

Von der FAL Linz wechselte er zuerst zum LASK und dann zur Austrian nach Wien, wo er bei den Profis trainierte, anfangs bei den Amateuren spielte und stets auf seine Chance in der ersten Mannschaft zum Zuge zu kommen hintrainierte. Durch verschiedene für ihn unglückliche Umstände wie Trainerwechsel und Missverständnisse  war er gezwungen, eine Veränderung herbeizuführen und spielte auf Leihbasis für Parndorf, Horn und Wiener Neustadt, ehe er nach Deutschland zur zweiten Mannschaft von Wolfsburg wechselte. Und diesen Wechsel hat er keineswegs bereut, er schwärmt von der professionellen Infrastruktur, den zahlreichen Möglichkeiten aber vor allem auch von der menschlichen Wertschätzung, die ihm und den jungen Talenten entgegengebracht wird. Sportliches Ziel der Mannschaft, in der der 22-Jährige ein Fixbestandteil geworden ist und auch bereits Führungsrollen übertragen bekommt, ist der Meistertitel in der Regionalliga im heurigen Jahr. Auf die Frage nach seinen nächsten Zielen antwortet er sehr ehrlich: „Mein Grundgedanke ist, dass ich an mich selbst glaube. In meinem Kopf wächst eine Pflanze, die heißt Profifußball, und diese Pflanze hege und pflege ich. Ich ordne ihr aber auch alles unter, ich brauche nicht jede Menge Freunde in den diversen Social Medien, ich möchte nicht herumhängen und die Zeit verstreichen lassen. Lässigkeit hat in meinem Leben keine Bedeutung, denn das Scheitern passiert im Kopf.“

Auf die Frage, was er unseren Talenten raten würde meinte er:

„Viele machen den Fehler, dass sie ausschließlich Messis oder Ronaldos werden wollen und richten bereits auch ihr Äußeres danach aus, stylen sich, legen großen Wert auf die Frisur und solche Nebensächlichkeiten wie stylische Kleidung. Dadurch verlieren sie den Focus auf das Wesentlichste und scheitern.“

 

Natürlich wollten wir auch wissen, wo er Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich sieht: „Im Wesentlichen liegt der Unterschied in der viel höheren körperlichen Belastung, hier wird man in jedem Training und Spiel bis an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gefordert! Obwohl man vom Trainingsaufbau sehr behutsam mit den Energien umgeht. Es wird also langsam aufgebaut bis zu einem relativ hohen Level, das allerdings dann das ganze Jahr über gehalten wird!“

 

Lieber Sebastian, das LAZ Wels bedankt sich sehr herzlich bei Dir für die Zeit, die Du Dir für dieses Interview genommen hast. Wir wünschen Dir, dass Deine Wünsche in Erfüllung gehen, dass Du all Deine Ziele erreichst. Viele schöne Stunden mit Deiner Freundin und Deiner Familie. Wir sind sehr froh, einen Menschen wie dich trainiert haben zu dürfen. Du bist bei uns jederzeit gerne gesehen, wenn Du einmal im Lande sein solltest.